Die große Freiheit

So Richtung Sommer wollten wir die Kinder an normale Betten gewöhnen. Der für uns erste Schritt dorthin war die Öffnung ihrer derzeitigen Gitterbettchen. Bisher haben sie immer problemlos darin geschlafen, aber so langsam wird es doch ein wenig eng dort drin. Daher wollten wir sie nun schrittweise an große Betten ohne Gitter gewöhnen.

Vor ca. 2 Wochen begann also Phase 1: Rausnehmen von 2-3 Gitterstäben, damit die Kinder genug Platz zum Rauskrabbeln haben. Wir haben die Öffnungen aber erst einmal zueinander gestellt, damit sie nicht gleich mit der neuen Freiheit überfordert sind. Sie sind natürlich prompt gegenseitig ins Bett gekrabbelt, fanden es aber offenbar doch nicht so spannend wie zunächst gedacht. Sie haben sich jedenfalls anstandslos in ihr jeweiliges Bett legen lassen und sind auch bis zum nächsten Morgen dort geblieben.

Nach 2 oder 3 Nächten haben wir dann Phase 2 gestartet: Die Öffnung in den Gitterbettchen so stellen, dass die Kinder von alleine rein und raus können. Erwartetes Horrorszenario: Mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei und die Kinder wollen nie wieder in ihr Bett. Realität: Die ersten zwei Nächte haben sich die Kinder nicht die Bohne für ihre neue, große Freiheit interessiert. Der Nachteil daran war, dass wir morgens immer noch aufstehen mussten, weil einer (oder beide) wach war, raus wollte, noch nicht verstanden hatte, dass das jetzt auch alleine geht und deswegen rummeckerte.

Schon wenige Tage später hatten die Kinder es aber endgültig raus und verlassen seitdem eigenständig morgens ihre Betten. Das führt dann nun auch dazu, dass wir morgens jetzt nicht mehr alleine sind, sondern vor dem Aufstehen noch eine Kuscheleinheit im Bett bekommen 🙂 (zumindest am Wochenende). Das Zubettbringen ist allerdings nun meist etwas aufregender, da es jetzt meist länger dauert als vorher und jetzt so langsam die „Ich bin nicht müde und will nicht ins Bett“-Phase einsetzt. Das führt dann schon mal dazu, dass ein Kind (oder auch beide) auf der Couch im Kinderzimmer schlafen will, dann aber nach dem Einschlafen dort runterfällt 😛

Oder heute Abend: Die Kinder wollten partout nicht ins Bett gehen, vor allem als sie mitbekamen, dass Action im Wohnzimmer angesagt ist. Mein Mann hat nämlich das Podest, das er als eine Art Aussichtsplattform für die Kinder gebaut hatte, heute abgebaut, was wiederum „die große Freiheit“ für uns bedeutet, da wir nun wieder mehr Platz im Wohnzimmer haben. Die Kinder fanden den Abbau aber wesentlich spannender als das Schlafen und so waren sie erst über eine Stunde später im Bett als sonst. Da wir morgen nicht früh raus müssen, ist das mehr oder weniger egal. Aber es zeigt mir nur, was da jetzt Stück für Stück auf uns zu kommt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis z.B. nachts das „Tap, tap, tap“-Geräusch durch den Flur hallt und unser Bett nicht mehr für uns haben. Ja ok, es gibt Schlimmeres 😉

Die letzte Phase Nummer 3 werden wir dann im Sommerurlaub in Angriff nehmen: die Umstellung auf normale Betten. Wir werden nämlich die Reisebetten zuhause lassen (juhu, weniger Gepäck!) und sie in die Betten packen, die in unserer Ferienwohnung auf uns warten. Das wird dann endgültig „die große Freiheit“! 😉

Kommentar verfassen